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Wie verändern sich Gewebe, Blut und Zellen auf molekularer Ebene, wenn man an komplizierten chronischen Entzündungen erkrankt? Dies wollen Forscher unter Leitung des Kieler Professor Philip Rosenstiehl in dem Europäischen Exzellenzcluster SYSCID herausfinden. Sie werden dafür von der Europäischen Kommission über fünf Jahre mit rund 14,4 Millionen Euro unterstützt, davon fließen 1,2 Millionen Euro an die Universität des Saarlandes. Dort will Jörn Walter, Professor für Epigenetik, dazu beitragen, die Krankheitsverläufe etwa bei einer rheumatoiden Arthritis oder schweren Darmentzündung besser zu verstehen, um neue Therapien zu entwickeln.

Am Mittwoch, 18. Januar 2017, wird Prof. Dr. Jean-Philippe Vert (PSL Research University, MINES ParisTech, Institut Curie, Paris) im Rahmen der ZBI "Distinguished Speaker Series" einen Vortrag zum Thema "Machine learning for patient stratification from genomic data" halten (Raum 001, ZBI (Gebäude E 2.1); Beginn: Punkt 17:00 Uhr). 

Am Mittwoch, 14. Dezember 2016, wird Dr. Jan Korbel  (EMBL, European Molecular Biology Laboratory, Heidelberg) im Rahmen der ZBI "Distinguished Speaker Series" einen Vortrag zum Thema "From mining genomics variations to molecular mechanisms" halten (Raum 001, ZBI (Gebäude E 2.1); Beginn: Punkt 17:00 Uhr). 

Mit bioinformatischen Methoden ist es Wissen­schaftlern aus Saarbrücken, Cambridge und Wien gelungen, Unterschiede in Blutstammzellen verschiedener Entwicklungsstufen zu finden und die epigenetischen Veränderungen während ihrer Differenzierung zu beschreiben. Dank neuartiger Sequenzierungs-Technologie konnten die Epigenome aus nur wenigen oder sogar einzelnen Zellen kartiert werden. Mittels maschinellem Lernen wurde aus den Ergebnissen ein Modell menschlicher Blutdifferenzierung direkt aus der Methylierung der Zell-DNA gewonnen. Damit steht ein neuer bioinformatischer Ansatz bereit, um komplexe Differenzierungswege im Computer abzubilden.

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